Tracken sollten Sie genau die Fragen, die Ihre Patienten einer KI tatsächlich stellen – strukturiert als festes Prompt-Set je Fachgebiet. Es umfasst typischerweise vier Gruppen: Behandlungsfragen (Kosten, Ablauf, Risiken), Entscheidungsfragen („beste Klinik für …“, Methodenvergleich), lokale Fragen („… in meiner Nähe/Stadt“) und Marken-/Entitätsfragen (nach Ihrer Klinik direkt). Dieses Set bildet die Grundlage, um Share of Answer und Co. verlässlich und wiederholbar zu messen.
Warum ist das Prompt-Set die halbe Messung?
Ihr KI-Monitoring ist nur so gut wie die Fragen, die Sie stellen. Fragen Sie nur nach Ihrem Markennamen, sieht alles rosig aus – und Sie übersehen, dass Sie bei den eigentlichen Entscheidungsfragen fehlen. Ein durchdachtes Prompt-Set bildet die reale Patientenreise ab, nicht Ihre Wunschvorstellung.
Deshalb steht das Prompt-Set am Anfang jeder seriösen Messung – vor den Kennzahlen aus dem Beitrag Share of Answer & Co.
Welche vier Prompt-Gruppen gehören ins Set?
- Behandlungsfragen – z. B. „Was kostet eine Haartransplantation?“, „Wie läuft eine Faltenbehandlung ab?“, „Welche Risiken hat ein Zahnimplantat?“
- Entscheidungsfragen – z. B. „Beste Klinik für Haartransplantation?“, „FUE oder FUT?“, „Woran erkenne ich eine gute Ästhetikklinik?“
- Lokale Fragen – z. B. „Schönheitschirurg in München“, „Haartransplantation in meiner Nähe“, „Guter Zahnarzt in Nürnberg“
- Marken-/Entitätsfragen (mit Ihrem Klinik- oder Ärztinnennamen) – z. B. „Was ist über … bekannt?“, „Ist … zu empfehlen?“
Wie finde ich die echten Patientenfragen meines Fachs?
- Aus dem Praxisalltag: Welche Fragen stellen Patientinnen im Erstgespräch immer wieder?
- Aus Suchvorschlägen und „ähnlichen Fragen“ bei Google und in den KIs selbst.
- Aus Ihren bestehenden FAQ und den häufigsten Anfragen per Telefon/Mail.
- Aus der Sprache der Patienten, nicht der Fachsprache – „Zähne aufhellen“ statt „Bleaching-Protokoll“.
Formulieren Sie die Prompts so, wie ein Patient sie wirklich eintippt – umgangssprachlich, oft als ganze Frage. Genau diese Formulierungen gleiten auch Ihre Ratgeber-Inhalte und Überschriften.
Wie groß und wie stabil sollte das Set sein?
Lieber ein überschaubares, aber konsequent beibehaltenes Set als eine riesige, wechselnde Liste. Ein Kern von etwa 20 bis 40 Prompts je Hauptbehandlung ist für die meisten Praxen handhabbar und aussagekräftig. Entscheidend ist, dass das Set über die Messungen hinweg stabil bleibt, damit Trends vergleichbar sind.
Neue Prompts können Sie ergänzen, sollten die Kernliste aber nicht ständig umbauen – sonst messen Sie Veränderungen Ihres Sets statt Ihrer Sichtbarkeit.
