Wer seine KI-Sichtbarkeit nur in einem System misst, verschätzt sich massiv. In der eigenen Erhebung taucht ein Viertel der sichtbaren Praxen (44 von 173) in nur einem einzigen der drei Systeme auf. Ein einzelner Blick in ChatGPT oder Perplexity sagt deshalb wenig über die tatsächliche Sichtbarkeit.
Was die Daten zeigen
Von 252 Praxen sind 173 in mindestens einem System sichtbar — aber nur ein Teil davon in allen dreien. 44 Praxen erscheinen in genau einem System: 23 nur in ChatGPT, 16 nur in Perplexity, 5 nur in Google AI Mode. Jede dieser Praxen würde eine Ein-System-Messung entweder fälschlich für sichtbar oder fälschlich für unsichtbar halten.
Was das praktisch bedeutet
Wer allein ChatGPT prüft, hält 46 % der Praxen für unsichtbar; wer allein Google AI Mode prüft, 58 %; wer allein Perplexity nutzt, 52 %. Drei verschiedene Momentaufnahmen, drei verschiedene Ergebnisse — für dieselben Praxen. Ein seriöser Status braucht alle drei Systeme und mehrere Läufe, weil KI-Antworten zusätzlich von Lauf zu Lauf schwanken.
Eigene Erhebung, September 2026. 252 Praxen, 648 gültige KI-Antworten, drei Systeme, je drei Läufe.
