Zahnarztpraxen sind in der KI-Suche deutlich häufiger unsichtbar als Ästhetikpraxen. In der eigenen Erhebung werden 37 % der Zahnarztpraxen in keinem der drei KI-Systeme empfohlen — bei den Ästhetikpraxen sind es nur 24 %. Der Grund liegt weniger an den einzelnen Praxen als an der Marktdichte und daran, wie die KI in diesem Fach auswählt.
Die Zahlen
| Segment | geprüfte Praxen | unsichtbar |
|---|---|---|
| Ästhetische Medizin | 102 | 24 % |
| Zahnmedizin | 150 | 37 % |
Woran das liegt
Zahnmedizin ist dichter besetzt und wirkt für die KI austauschbarer: viele Praxen mit sehr ähnlichem Leistungsbild auf engem Raum. Wo die KI wenig Differenzierung findet, greift sie besonders stark zu Portallisten statt zu einzelnen Empfehlungen — und in einer langen Liste fällt die einzelne Praxis schneller heraus. In der ästhetischen Medizin ist die Spezialisierung sichtbarer (Verfahren, Schwerpunkte), was der KM hilft, einzelne Namen zu nennen.
Was Zahnarztpraxen daraus mitnehmen
Gerade weil das Feld dicht ist, entscheidet Differenzierung. Ein klarer Schwerpunkt (Implantologie, Angstpatienten, Kinderzahnheilkunde, Ästhetik), vollständige und gut bewertete Portalprofile und Inhalte, die eine konkrete Patientenfrage beantworten, heben eine Praxis aus der austauschbaren Masse — genau das, woran die KI eine Empfehlung festmacht.
Datengrundlage: eigene Erhebung, September 2026. 252 fachspezifische Praxen (102 ästhetische Medizin, 150 Zahnmedizin) in Mannheim, Augsburg und Nürnberg; 648 gültige KI-Antworten. „Genannt" = namentliche Empfehlung.
